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Rohstoffe und Exportkontrolle: Was am 10. November 2026 endet

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Am 10. November 2026 läuft Chinas Aussetzung verschärfter Ausfuhrkontrollen für Seltene Erden, Batterien und Superhartstoffe aus. Fast gleichzeitig tritt in der EU eine neue Fassung der Liste für Güter mit doppeltem Verwendungszweck in Kraft. Ein Lagebild für Firmen, die mit Magneten, Elektronik oder Batterien arbeiten.

Was China angekündigt und ausgesetzt hat

Am 9. Oktober 2025 kündigten Chinas Handelsministerium und Zollverwaltung sechs neue Kontrollen an (Bekanntmachungen Nr. 55 bis 58, 61 und 62). Sie betrafen Superhartstoffe, Ausrüstung und Hilfsstoffe für Seltene Erden, fünf weitere mittelschwere und schwere Seltene Erden, Lithiumbatterien und Anodenmaterial, Technologien und, mit Nr. 61, auch Waren aus anderen Ländern, die Seltene Erden chinesischen Ursprungs enthalten. Mit der Bekanntmachung Nr. 70 vom 7. November 2025 setzte China diese Regeln bis zum 10. November 2026 aus.

Die Kontrollen vom April 2025 gelten weiter: Für sieben Seltene Erden, darunter Dysprosium und Terbium, und daraus hergestellte Magnetwerkstoffe braucht jede Ausfuhr eine Genehmigung. Seit Dezember 2025 erteilt China nach Angaben der EU auch allgemeine Genehmigungen an europäische Firmen. Ob die Aussetzung verlängert, teilweise oder ganz beendet wird, war bei Redaktionsschluss offen.

Was die EU selbst ändert

Die Kommission hat am 14. September 2026 eine Delegierte Verordnung zur Aktualisierung des Anhangs I der Dual-Use-Verordnung beschlossen (C(2026)6323). Sie soll im November 2026 in Kraft treten und erfasst unter anderem Materialien für die Halbleiterfertigung und fortgeschrittene integrierte Schaltungen. Ab dann müssen betroffene Firmen ihre Güter neu einstufen; das BAFA bietet eine unverbindliche Übersicht der Änderungen.

Mit dem Plan RESourceEU vom Dezember 2025 stellt die EU für 2026 bis zu 3 Milliarden Euro bereit, will gemeinsamen Einkauf und Vorräte über eine Rohstoffplattform und ein Zentrum für kritische Rohstoffe organisieren und schränkt die Ausfuhr bestimmter Schrotte ein, etwa von Altmagneten.

Was Firmen jetzt prüfen

  • Welche Teile der Stückliste enthalten Seltene Erden aus China, auch über Zulieferer in Drittländern?
  • Liegen für 2027 Ausweichquellen oder Vorräte für die kritischsten Teile vor?
  • Ist die eigene Güterliste nach dem Inkrafttreten der neuen Dual-Use-Liste geprüft?

Laut der DIHK-Umfrage „Going International 2026“ nennen 35 Prozent der Firmen, die mehr Handelshemmnisse spüren, Exportkontrollen als Hemmnis. Dieses Lagebild ist keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Quellen

Alle Online-Quellen abgerufen am 3. November 2026.

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