Vereinte Nationen, 28. Oktober 2026
130 Staaten für ein Ende des Embargos
Zum 34. Mal forderte die Generalversammlung ein Ende des US-Embargos gegen Kuba: 130 Staaten stimmten dafür, 17 dagegen, 25 enthielten sich. 2025 waren es 165 Ja-Stimmen, 7 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen. Dagegen stimmten unter anderem die USA, Israel, Argentinien, Paraguay, Kolumbien, Ecuador und Costa Rica. Die Resolution ist eine Empfehlung und bindet die USA nicht.
Quelle: Vereinte Nationen, Generalversammlung, 28.10.2026; NTN24, 28.10.2026
Im Land
Hindernisse in Kuba selbst
Auch Entscheidungen im Land selbst tragen zur Not bei. Zum 1. Januar 2021 führte die Regierung die Währungsreform „Tarea Ordenamiento“ ein und setzte einen einheitlichen offiziellen Kurs von 24 Peso je US-Dollar fest; es folgte eine schwere Inflation. Staatliche Vorgaben für Wirtschaft und Handel und enge Grenzen für private Initiative kommen hinzu.
Das Stromnetz brach 2026 mehrfach landesweit zusammen, am 3. August nach Zählung von Bloomberg Línea zum sechsten Mal in diesem Jahr. Als Gründe nennt Primicias den Brennstoffmangel, auch durch den US-Öldruck, und die geringe Erzeugungskapazität.
Quelle: Diario Libre, 10.12.2020; Bloomberg Línea, 3.8.2026; Primicias, 4.8.2026